Kommunikation auf Augenhöhe: Fokus auf das Gegenüber

In der Data School ist Zeit unsere knappste Ressource. In nur drei Tagen arbeiten wir uns in fremde Datensätze ein, bereiten diese auf und bauen komplexe Dashboards. In diesem Sprint passiert es leicht, dass die Technik die gesamte Aufmerksamkeit frisst und am Ende kaum Zeit bleibt, die Präsentation zu üben.

Hybride Meetings und neue Tools wie ZoomIt erhöhen das Stresslevel zusätzlich. Beim Blick auf meine bisherigen Aufnahmen bin ich ehrlich: Man merkt mir den Zeitdruck manchmal an. Ob ich nun im ZoomIt-Zoom feststeckte oder Füllwörter als Rettungsanker nutzte, das Setup aus Zeitnot und technischem Anspruch hat mich bisher herausgefordert. Dabei präsentiere ich leidenschaftlich gerne und Storytelling ist einer meiner wichtigsten Ansätze. Die Frage war also: Wie halte ich meine Qualität, wenn die Vorbereitungszeit fehlt?



Die Transaktionsanalyse: Kommunikation auf Augenhöhe

Ein entscheidender Impuls kam für mich durch einen Workshop zur Transaktionsanalyse (TA), den wir im Rahmen unserer Ausbildung besucht haben. Er gab mir das Werkzeug an die Hand, um in diesem rasanten Setup geerdet zu bleiben. Besonders der Blick auf die vier philosophischen Grundhaltungen der TA und die Position „Ich bin OK, du bist OK“ ist für mich dabei zum Kompass geworden.

Oft neige ich unter Zeitdruck dazu, den eigenen Wert von der Perfektion der Vorbereitung abhängig zu machen. Doch die TA hat mir gezeigt: Souveränität entsteht im Erwachsenen-Ich. Wenn ich akzeptiere, dass meine Arbeit auch ohne Generalprobe substanziell ist, begegne ich dem Gegenüber automatisch mit einer anderen Präsenz: sachlich, klar und ohne mich für die knappe Zeit rechtfertigen zu müssen.




Mehr Kapazität für das Wesentliche

Diese innere Stabilität hat noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: Sie schafft Kapazität für mein Gegenüber. Wenn ich nicht mehr damit beschäftigt bin, meine eigene Unsicherheit zu managen, kann ich die Bedürfnisse der Zuschauer viel klarer wahrnehmen.

Anstatt lediglich Daten zu liefern, kann ich mich darauf konzentrieren, was die Menschen (in diesem Fall meine Kunden) wirklich brauchen, um die Erkenntnisse für ihre Entscheidungen nutzen zu können. Hier schließt sich für mich der Kreis zum Storytelling. Wenn die Kommunikation auf Augenhöhe stattfindet, wird die Geschichte zum gemeinsamen roten Faden.

Mein Ziel ist klar: Die Story darf nicht erst am Ende entstehen, sie muss das Fundament sein. Wenn ich den Fokus von Anfang an auf das Wesentliche setze, wird die Präsentation am Freitag kein Stressfaktor, sondern die logische Konsequenz meiner Arbeit. Denn wenn die Story von Anfang an steht, bleibt das Dashboard klar und die Botschaft kommt ohne Umwege beim Kunden an.

Author:
Janina Grauel
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